Stress – und was hilft: Ein Erfahrungsbericht

Beim Blogwichteln kriegt man einen Text geschenkt – und ich habe einen aus meinem beruflichen Netzwerk texttreff von Katrin Zinoun bekommen. Eine schöne Reflexion darüber, wie man es schafft, auch mit den Mega-Stress-Spitzen im Job gut zurecht zu kommen. Hauptberuflich arbeitet Katrin Zinoun im Bereich Lektorat|Übersetzung – außerdem ist sie leidenschaftliche Balkongärtnerin. Danke Katrin! Ich werde Deinen Blog für StadtbalkongärtnerInnen öfter besuchen! 20120620-IMG_0111

In den Klauen des Stress – und wie man sich befreit: “In der letzten Woche habe ich mich nur noch damit motiviert, dass es bald geschafft ist und ich dann endlich mal runter kommen kann.”

“Ende November bekam ich einen Auftrag, den ich unmöglich ablehnen konnte. Ich freute mich riesig, als ich den Auftrag übernahm. Jedoch sollte der Auftrag innerhalb weniger Wochen fertig sein. Das versetzte mich so kurz vor Weihnachten in Stress – teilweise guten Stress, manchmal aber auch nervtötenden Stress.

Der gute Stress ließ mich zur Hochform auflaufen. Ich war motiviert und arbeitete quasi Tag und Nacht. Als Freiberufler kann man sich in so einer Situation keinen Feierabend leisten. Und ich hatte Freude daran. Aber Weiterlesen

Interessierte Selbstgefährder: So schützen Sie sich vor Selbstausbeutung

In immer mehr Unternehmen genießen Beschäftigte mehr Freiheiten. Statt strenge Vorgaben vom Chef erfüllen zu sollen, dürfen sie selber denken. Sie sollen es sogar. Ihre eigenen Wege von der Idee zum erfolgreichen Projekt finden, ihre Zeit selbst einteilen, ihre Aufgaben eigenständig priorisieren. Man ist auch nicht mehr darauf angewiesen, dass der Chef nett „Danke!“ und „Gut gemacht“ sagt. Man sieht den Erfolg ja selbst, wenn das Produkt gut läuft oder die Präsentation richtig reinknallt. Für viele fühlt es sich gut an, wenn ein Unternehmen so funktioniert. Man arbeitet irgendwie freier, selbstständiger und auch selbstbestimmter.

Und hier liegt der Hase im Pfeffer, wie man so schön sagt. Der Experte für moderne Arbeitsformen, Professor Andreas Krause von der Fachhochschule Nordwestschweiz hat mit seinen Kollegen Klaus Peters in aufwendigen Studien und Befragungen in Unternehmen herausgefunden, dass diese neue Art der Beschäftigung, die ein wenig an das Leben von Selbstständigen erinnert, ziemlich krasse Fallstricke für die Gesundheit birgt. Und das, obwohl man das Gefühl hat, man hätte echt einen tollen Job.

Und zwar diese:

  • Man hat ständig den Gedanken, man könnte noch kreativer und eigenständiger arbeiten, es wäre noch besser, wenn man noch mehr Begeisterung für die eigene Arbeit entwickeln würde. Hat man einen schlechten Tag, hat man das Gefühl, man sei kein guter Beschäftigter (und muss das vielleicht am nächsten Tag wieder ausbügeln).
  • Manche entwickeln so eine Begeisterung für ihre Aufgaben, dass sie sich selbst gegenüber eine gewisse Rücksichtslosigkeit entwickelt Weiterlesen

Raus aus dem Stresskarussell – Rein ins Leben: Schritt 4

Hallo nochmal, heute geht es weiter für Ungeduldige die Short-Steps zum Buch “Ist mein Kopf noch im Büro?” Schritt 4:

j0202109Was ist Dein Stress-Muster? Jeder hat seine persönlichen Super-Fallen, die ihn immer wieder ins Stress-Chaos stolpern lassen. Einer amerikanischen Studie zufolge gibt es vier Grundtypen:
Die Kämpfer: ertragen es kaum, wenn etwas schief geht oder sie einen Fehler machen. Das stresst sie mehr als jeder Termindruck.
Die kreativen Chaoten: Kommen in Stress, weil sie einfach alles spannend finden und deshalb immer viel zu viel auf dem Tisch und Zettel haben.
Die Leistungsbewussten: Pause? Mach ich, wenn ich tot bin – das könnte ihr Credo sein.
Die Teamplayer: reagieren extrem gestresst, wenn das Zwischenmenschliche nicht stimmt, die Anerkennung oder die gute Stimmung fehlt.

Vier Sofort-Tipps für mehr Gelassenheit: Weiterlesen

Mein neues Buch ist da: „Ist mein Kopf noch im Büro?” Raus aus dem Stresskarussell – Rein ins Leben: Schritt 1 – 3

CoverIn 10 verblüffend einfachen Schritten raus aus dem Stresskarussell – das verspricht mein neues Buch, das ich gemeinsam mit meiner Kollegin, der Psychologin und Journalistin Anne Otto geschrieben habe.

UND WEIL WIR UNS SO DARÜBER FREUEN, VERSCHENKEN WIR 3 BÜCHER AN DIE ERSTEN 3 KOMMENTATOREN ZU DIESEM ARTIKEL

Hier zum Warmwerden die ersten 3 Schritte in aller Kürze für alle, die sich sagen: “Ich will raus aus dem Stresskarussell und rein ins Leben!” Die anderen 7 Schritte folgen in den nächsten Tagen. Wer sofort ins Buch reingucken möchte, findet bei Amazon einen “Blick ins Buch: Ist mein Kopf noch im Büro?”

Schritt 1: Übergänge als Ruhepausen gestalten: Von einem Meeting ins nächste, vom Büro direkt zur Kita – meist gönnen wir uns zwischen den verschiedenen Tätigkeiten überhaupt keine Ruhepause. Das schlaucht. Mini-Pausen sind nachweislich echte Energie-Booster. Zum Beispiel: Zwischen zwei Meetings eine Runde um den Block oder zehn Atemzüge am offenen Fenster. Auf dem Heimweg von der Firma zur Familie ein 10-Minuten-Stopp im Eiscafé. Probieren Sie es aus. Sie werden abends merklich weniger erschöpft sein.

Schritt 2: Die Lebensfreude wieder ins Leben holen: Meist investieren wir ziemlich viel Zeit in Gedanken und Grübeleien darüber, wie wir den Stress verringern können, der uns nervt und vom angenehmen Leben abhält. Aber in der Realität ändern wir dann doch recht wenig. Eine Abkürzung zum besseren Lebensgefühl geht so: Weiterlesen

Email-Flut – Teufelszeug und Stress-Monster

Gestern Abend, es war sommerlich heiß in Hamburg, und dennoch hatten sich fast 50 Interessierte aus Unternehmen und Selbstständige zur Tagung„Zukunft unternehmen“ (organisiert von “Trusted Care”) eingefunden. Schon in der Diskussionsrunde wurde klar: Hier sitzen  Menschen, die Stress kennen – und mit vielen fordernden Situationen im Job auch gut umgehen können.

Aber was viele bis aufs Blut nervt ist: Die Emailflut.

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Dutzende bis Hunderte von Mails wälzen sich jeden Tag in den Computer – und wollen gelesen und bearbeitet werden. Nicht selten haben die kleinen Mails einen großen Arbeitsauftrag im Schlepptau, der natürlich immer eilig ist und

keinen Aufschub duldet. Einer aus dem Publikum murmelte „Teufelszeug“.

Und man fragt sich? Warum tun wir uns das an? Lassen uns von kleinen elektronischen Nachrichten terrorisieren?

Die Hirnforschung hat da eine interessante Entdeckung gemacht: Jede E-Mail bedeutet auch „jemand nimmt Kontakt mit mir auf“ – und weil wir Menschen vor allem soziale Wesen sind, löst jede Mail in unserem Gehirn eine kleine Ausschüttung Dopamin – auch bekannt als Belohnungshormon – aus. Und damit einen Kick, der uns anregt und gute Laune macht. Das klingt vielleicht absurd, wenn man von den Mails eigentlich genervt ist – aber es ist ein wenig wie mit der Tüte Chips oder dem Glas Wein zu viel. Man liebt und hasst es zugleich, dass man sich so leicht verführen lässt.

Und genau deshalb, haben die Tricks, mit denen man sich aus dem Email-Stress löst, ein wenig Ähnlichkeit mit Diät-Tipps.

Hier die 5 besten Punkte, wie Sie die Emailflut in den Griff bekommen + ein Extratipp Weiterlesen

Fieser Erholungskiller – Gedanken an die Arbeit

Der fieseste Erholungs-Killer sind Gedanken an die Arbeit. Das hat Kai Seiler, Psychologe am LIA (Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes NRW) gerade in einer groß angelegten Studie herausgefunden. In der Befragung mit mehr als 1000 Teilnehmern berichten 40 Prozent der Beschäftigten, dass sie generell nicht Abschalten können von der Arbeit. Bei Menschen, die in Projektarbeit tätig sind oder häufig auf Dienstreise, bei befristet Beschäftigten und bei Arbeitnehmern, die bei Bedarf Arbeit mit nach Hause nehmen können, sind es sogar an die 50 Prozent. 23 Prozent der Befragten sagen sogar, dass sie sich überhaupt nicht erholen können, weil sie ständig an den Job denken.  Weiterlesen

Premiere! Workshop zum neuen Buch: Weniger Stress, mehr Lebensfreude in Hamburg

Ich freue mich! Denn wir (Anne Otto und Carola Kleinschmidt) haben am letzten Freitag tatsächlich den 1. Workshop zum neuen Buch gemacht “Ist mein Kopf noch im Büro? – In 10 Schritten zu mehr Gelassenheit, Klarheit und Spaß im Leben”.

Es ist ein sehr lebendiger Abend geworden, voller  Austausch über die eigenen Erfahrungen als Stress-Geplagte, mit vielen Lachern über die eigenen Verstrickungen in Perfektionismus und Gewohnheiten und natürlich mit den praktischen Schritten und Übungen für weniger Stress und mehr Lebensfreude. Weiterlesen

Stress sabotiert die Führungsfähigkeit

20110123-IMG_2968-2Manchmal, wenn ich einen Vortrag für Führungskräfte zum Thema “Stress und psychische Gesundheit” halte, meldet sich nach 10 Minuten eine Führungskraft zu Wort und sagt: “Sie reden hier so viel davon, was der Stress mit uns persönlich macht. Aber das interessiert mich doch gar nicht. Ich möchte doch von Ihnen erfahren, wie ich meinen Mitarbeitern den Stress vom Leibe halten kann.” Und dann sage ich den Führungskräften, dass die 1. Anti-Stress-Maßnahme für Führungskräfte ist, auf ihren eigenen Stress-Pegel zu achten und aktiv für eine gute Balance und einen tragbaren Stress-Pegel zu sorgen. Denn nur, wer relativ gelassen und in Balance ist, kann gut führen.

Manche im Publikum verstehen sofort, was ich meine – andere schauen völlig überrascht. Was hat denn die Führungsqualität mit dem Stresspegel der Führungskraft zu tun?

Viel. Weiterlesen

Wohin mit der Wut?

20120620-IMG_0111Im Manager Magazin online konnte ich mal endlich meine Erkenntnisse zum Thema Wut an Mann und Frau bringen. Denn mal ehrlich: mindestens einmal pro Woche könnte man doch im Job auf die Palme gehen – aber das wilde Gefühl Wut ist einfach zu groß für unser Leben im Großraumbüro. Also schluckt man die Wut runter oder tritt heimlich gegen’s Tischbein. Aber das ist ziemlich stressig – und ungesund. Denn wer Wutimpulse häufig unterdrückt, treibt seinen Blutdruck nach oben und stresst sein Herz. Was also tun?

Mein Artikel zeigt die drei besten Strategien, wie Sie gut mit Wut, der großen Schwester des Ärgers, umgehen – und was Sie unbedingt vermeiden sollten.

Artikel Lesen: Wohin mit der Wut? Weiterlesen