Archiv für den Monat: Dezember 2013

Interessierte Selbstgefährder: So schützen Sie sich vor Selbstausbeutung

In immer mehr Unternehmen genießen Beschäftigte mehr Freiheiten. Statt strenge Vorgaben vom Chef erfüllen zu sollen, dürfen sie selber denken. Sie sollen es sogar. Ihre eigenen Wege von der Idee zum erfolgreichen Projekt finden, ihre Zeit selbst einteilen, ihre Aufgaben eigenständig priorisieren. Man ist auch nicht mehr darauf angewiesen, dass der Chef nett „Danke!“ und „Gut gemacht“ sagt. Man sieht den Erfolg ja selbst, wenn das Produkt gut läuft oder die Präsentation richtig reinknallt. Für viele fühlt es sich gut an, wenn ein Unternehmen so funktioniert. Man arbeitet irgendwie freier, selbstständiger und auch selbstbestimmter.

Und hier liegt der Hase im Pfeffer, wie man so schön sagt. Der Experte für moderne Arbeitsformen, Professor Andreas Krause von der Fachhochschule Nordwestschweiz hat mit seinen Kollegen Klaus Peters in aufwendigen Studien und Befragungen in Unternehmen herausgefunden, dass diese neue Art der Beschäftigung, die ein wenig an das Leben von Selbstständigen erinnert, ziemlich krasse Fallstricke für die Gesundheit birgt. Und das, obwohl man das Gefühl hat, man hätte echt einen tollen Job.

Und zwar diese:

  • Man hat ständig den Gedanken, man könnte noch kreativer und eigenständiger arbeiten, es wäre noch besser, wenn man noch mehr Begeisterung für die eigene Arbeit entwickeln würde. Hat man einen schlechten Tag, hat man das Gefühl, man sei kein guter Beschäftigter (und muss das vielleicht am nächsten Tag wieder ausbügeln).
  • Manche entwickeln so eine Begeisterung für ihre Aufgaben, dass sie sich selbst gegenüber eine gewisse Rücksichtslosigkeit entwickelt Weiterlesen