Gesunde Führung macht Mitarbeiter gesund – und man kann sie leicht lernen

Gerade hat es eine Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin mit 2000 Beschäftigten und 200 Führungskräften nochmals auf den Punkt gebracht: Beschäftigte, die Führungskräfte haben, die explizit “gesundheitsförderliche Führung” leben, sind gesünder. Sie fühlen sich weniger erschöpft, das Teamklima ist besser ebenso wie das Gefühl der Selbstwirksamkeit. Mitarbeiter haben das Gefühl: Hier bin ich richtig. Hier kann ich mich entfalten, ohne auszubrennen. In dieser Firma arbeite ich gerne und möchte das auch in Zukunft tun.„Gesundheitsförderliche Führung stabilisiert das Commitment der Beschäftigten nachhaltig“, heißt es im Studienbericht.
Der explizit gesundheitsförderliche Führungsstil wirkt dabei am stärksten. 

Bei diesem Führungsstil achtet die Führungskraft ganz bewusst darauf, dass im Job gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen herrschen. Zeitdruck wird aktiv reduziert, Pausenverhalten ebenso wie Unterstützung im Team gefördert.  Andere moderne Führungsstile, wie die „transformationale Führung“ (hier legt die Führungskraft besonderen Wert auf die emotionale Verbindung zu den Beschäftigten und agiert betont als Inspirationsquelle und menschlich zugewandt) zeigten dagegen kleinere bis gar keine Effekte auf die Gesundheit der Beschäftigten.

Spannend an der Studie: Die befragten Teams und ihre Führungskräfte bekamen in den drei Jahren verschiedene, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Training. Und siehe da: Gesunde Führung lässt sich leicht lernen. Man muss dafür kein Führungs-Naturtalent sein. Besonders glaubwürdig an dieser Studie: Die Teams und Führungskräfte wurden über einen Zeitraum von 22 Monaten drei Mal befragt.